Sprinterin Elene Fickers: „Die Stimmung war richtig toll“

Trainer André Michel und Elene Fickers vor dem Wettkampf | Foto: Alexander Fickers

Am Freitag fand im Brüsseler König-Baudouin-Stadion als Abschlussveranstaltung der Diamond League das allseits bekannte internationale Leichtathletikmeeting Memorial Van Damme statt. Aus ostbelgischer Sicht hatte Elene Fickers vom LAC Eupen es geschafft, sich für das Youth Memorial über 100 Meter zu qualifizieren. In 12,50 Sekunden wurde sie Achte ihres Laufs.

 

Erst fünf Tage zuvor gelang Elene Fickers, die sonst eher über 200 Meter startet, dank ihres Vize-Walloniemeistertitels die Qualifikation für dieses Event. Viel Zeit zur Vorbereitung blieben ihr also nicht. Der Ablauf bei einer solchen Veranstaltung ist anders als bei einem nationalen Meeting. „Nur die Athleten und Trainer haben Zugang zum Aufwärmbereich. Wir mussten eine halbe Stunde vor dem Wettkampf schon aufgewärmt sein, da wir eine halbe Stunde im Call-Room warten mussten. Das ist ganz neu für mich. Während wir drinnen waren, fing es an zu regnen, was nicht gut ist“, so Elene Fickers. Dann ging es raus auf die Piste. „Von vorherigen Wettkämpfen kenne ich das große Stadion nur mit spärlich besetzten Rängen. Vor so vielen Leuten zu einzulaufen, das war richtig beeindruckend. Die Musik, die Menschen, und die Stimmung waren toll.“

Aus sportlicher Sicht lief es nicht ganz so gut wie erhofft. Sie wurde in 12,50 Sekunden Achte ihres Laufs und blieb damit zwei Zehntel hinter ihrer Bestzeit zurück, die sie in der vergangenen Woche aufgestellt hat. „Die Bedingungen mit der ungewohnten Wartezeit, dem Regen und dem Gegenwind von 1,2 Metern pro Sekunde waren nicht sehr gut. Hinzu kam auch noch der Stress. Mit meiner Zeit bin ich deshalb nicht so zufrieden. Die muss nächste Woche bei der Landesmeisterschaft wieder besser werden.“ Lucie Ferauge aus Nivelles gewann den Lauf in 11,95 Sekunden. Insgesamt war die Teilnahme natürlich ein tolles Erlebnis für Elene Fickers: „Das war schon etwas ganz Besonderes und macht Lust auf mehr. Es motiviert mich auf jeden Fall weiter zu machen.“ Da sie bereits vor 18 Uhr startete, hatte sie nicht die Gelegenheit, die bekannten Stars zu treffen, da diese erst später an der Reihe waren. Bereits zwei Tage nach dem Van Damme startete sie bei der belgischen Staffelmeisterschaft über 4×400 Meter. In der kommenden Woche steht für sie dann die Landesmeisterschaft in ihrer Altersklasse auf dem Programm. (mbr)