Silber für Henrard und Röhl bei belgischer Meisterschaft in Huizingen

Am vergangenen Sonntag fand in Huizingen (Flämisch Brabant) die belgische Meisterschaft der Junioren (Jahrgänge 1998) und Espoirs (Jahrgänge 1995 bis 1997) statt.

Von Martin Brodel

Die LAC-Juniorinnen Elea Henrard (800 Meter) und Alicia Röhl (400 Meter) sicherten sich dort die Silbermedaille und verpassten den Sieg jeweils nur ganz knapp.

Einige ostbelgische Leichtathleten hatten die Qualifikation für diesen Wettkampf geschafft und traten die weite Ausfahrt an. Die 400 Meter-Läuferin Marie Fickers, die bei der Meisterschaft der Erwachsenen Dritte wurde, musste verletzungsbedingt passen. Gleich drei Läuferinnen des LAC Eupen starteten über 800 Meter.

Die 18-jährige Elea Henrard trat dort bei den Juniorinnen mit der zweitbesten Referenzzeit an. Da der Endspurt nicht ihre Stärke ist, leistete sie von Anfang an Führungsarbeit: „Ich habe die ganze Zeit mit meiner direkten Konkurrentin Camille Muls das Tempo gemacht. Nach 600 Meter wollte uns eine andere Läuferin überholen. Kurz danach habe ich den Spurt angezogen und hatte sogar ein paar Meter Vorsprung auf die anderen. Auf den letzten 30 Metern bin ich etwas eingebrochen und wurde von einer ein Jahr älteren Konkurrentin überholt.“

Febe Paerdaens aus Gooik gewann den Lauf in 2:10:57 Minuten gefolgt von Henrard, die in 2:11,13 Minuten nur ein paar Zehntel Rückstand hatte. Von ihrer Saison zog Henrard ein positives Fazit: „Es war eine super Sommersaison. Natürlich hätte ich sie gerne mit einer Goldmedaille abgeschlossen. Ich kann nur zufrieden sein mit meinen zwei Vizemeistertiteln und meiner Bestzeit von 2:08,90 Minuten. Es ist die 37. Zeit in Europa und die beste belgische Zeit des Jahrgangs 1999. Ich hoffe, dass ich mich weiterhin nächstes Jahr verbessern werde, auch wenn ich jetzt ein Studium zum Bio-Ingenieur beginne.“ Dieses wird sie zeitlich etwas strecken, um weiterhin genügend Zeit für ihr Training zu haben. Ihre gleichaltrige Trainingskollegin Lorena Röhl wurde in 2:16 Minuten Sechste. Die 21-jährige Lisa Fickers, die über die gleiche Distanz bei den Espoirs startete, wurde in 2:19 Minuten Vierte.

Alicia Röhl ging unterdessen über 400 Meter bei den Juniorinnen mit der zweitbesten Referenzzeit an den Start. Sie lief dabei auf der Bahn vor ihrer stärksten Konkurrentin Messalina Pieroni aus Looise. Nach einem guten Rennen musste sich Röhl in einer Zeit von 57,30 Sekunden Pieroni nur um sechs Hundertstel geschlagen geben: „Ich bin das Rennen schnell angegangen und danach konstant gelaufen. Wir sind beide quasi ins Ziel gefallen und sie hatte einen minimalen Vorsprung. Mit dem zweiten Platz hatte ich schon gerechnet. Ich hätte vielleicht etwas früher anziehen können.“

Auch sie zog ein positives Fazit zu ihrer Saison. „Ich bin zufrieden, da ich Bestzeiten über 400 und 800 Meter gelaufen bin. Außerdem haben wir mit der Staffel den belgischen Meistertitel gewonnen und das in belgischer Rekordzeit.“ Röhl beginnt jetzt ein Studium der Logopädie in Lüttich in möchte ebenso wie Henrard weiter ihren Sport ausüben. Auch Lutz Müller, der die beiden Medaillengewinnerinnen trainiert, blickt positiv auf die Saison zurück. „Die Bedingungen waren nicht einfach heute. Leider mussten sich Alicia und Elea ganz knapp geschlagen geben. Mit neun Medaillen bei belgischen Meisterschaften und elf Medaillen bei Walloniemeisterschaften kann man nur zufrieden sein mit dem Jahr 2017.“

Die für Eupen startende Mare Sabbe wurde bei den Juniorinnen in 5:01 Minuten Vierte über 1500 Meter. Der 18jährige Tom Reuter vom AC Eifel erreichte in 16:22 Minuten den 13. Platz über 5.000 Meter bei den Junioren. Damit sind die Meisterschaften abgeschlossen. Jetzt finden nur noch vereinzelt kleinere regionale Meetings statt. Für die Athleten steht jetzt erst mal aktive Erholung an, bevor die Vorbereitung auf die Cross- beziehungsweise Indoorsaison in Angriff genommen wird.